Dienstag, 6. November 2012

Kanchipuram, 06.11.


Heute trafen wir uns bereits um sieben Uhr an der Schule, weil wir eine lange Fahrt vor uns hatten, dementsprechend waren alle ziemlich müde. Aber es lohnte sich, denn als wir am Ekambareswarar Tempel ankamen, waren wir von der Größe (einer der größten Tempel Indiens) und vom Alter der Anlage (über 2500 Jahre) sehr beeindruckt.



Auch der Kailasanathar Tempel gefiel uns sehr; er ist der älteste noch existierende Pallava-Tempel.


In einzelnen Nischen seiner Außenwände findet man noch alte farbige Darstellungen aus der Hindu-Mythologie.
Der Höhepunkt des Tages war für uns alle eindeutig die "Elefantensegnung" im 3 Tempel. Gab man dem Elefanten Geld in seinen ausgestreckten Rüssel, so strich er der Person mit seinem Rüssel über den Kopf.


Manche von uns hatten sogar die Möglichkeit, auf dem Elefanten zu sitzen, was eine ziemlich tolle Erfahrung für jeden von uns war.
Anschließend fuhren wir in ein Hotel, wo ein leckeres Essen auf uns wartete. Danach besichtigten wir eine Seidenweberei, in der teure, kunstvoll gefertigte Saris (teilweise über 1000€!), bestickt mit Silber- und Goldfäden, hergestellt werden.


Zum Abschied bekamen alle noch eine frisch geerntete Tender-kokonut, um uns für unseren langen Rückweg zu stärken.
Luisa

Neue Woche


05.11.12
Das Programm am Vormittag bestand aus zwei Kursen, einem Hindi-Sprachkurs und einem indischen Kochkurs. Im Hindi-Kurs lernten wir grundlegende Redewendungen wie "Hallo" und "Wie geht es dir?", die wir später in kleinen Dialogen übten.
Anschließend fuhren wir in das Hotel Taj Club House, in dem der Kochkurs statt fand. Am Anfang erklärte uns der Koch die Namen der Zutaten, die wir im Chor nachsprechen mussten.


Danach kochten wir zusammen drei indische Gerichte: Lasooni palak (Garlic tempered Spinach), Jeera Aloo (Cumin Scented Potatoes) und Penne in Indian style tomato Sauce with chicken.


Zu unserer Überraschung war die wesentliche Zutat beim letzten Gericht eine Maggi-Mischung aus einer Fertigpackung. Zum Schluss gab es dann ein kleines Buffet, an dem wir unsere Gerichte probieren durften.
Da wir alle Rezepte bekommen haben, ist es kein Problem sie zu Hause nachzukochen.
Nathalie und Raphaela

Wochenende in den Familien 2


4.11.12
Heute findet in einem großen Saal das Finale der Veranstaltung namens "Queen of Rajasthan" statt. Dabei geht es darum, dass verheiratete Damen mittleren Alters verschiedene Etappen durchlaufen müssen, z.B. in einer Minute spontan eine Rede über ein zufälliges Thema halten, sich zu einer Frage der Jury äußern, in vorherigen Runden eine kleine Performances vorführen oder Kochen, die von der Jury bewertet wird. Bei der Krönung am Ende wurde eine gute Freundin meiner Gastmutter Erste, ihr wurde eine Krone von Miss India 2009 aufgesetzt und sie erhielt einen Preis in Höhe von 200.000 Rs, das entspricht rund 3000 €!
Tugce


Am Samstag war bei uns große Shoppingtour angesagt, da wir alle viele Souvenirs besorgen wollten. Mit der Zeit wurden wir immer besser im Handeln und ergatterten dadurch viele Schnäppchen im Kaufhaus "Spencers".
Am nächsten Morgen ging es zuerst zum Go-Kart fahren und danach an den Strand. Zu unserem Bedauern war Baden im Meer tabu, was uns nicht davon abhielt immerhin mit den Beinen in das warme Wasser reinzugehen.
Diana & Maria

Nachdem wir Sonntag morgen in einem christlichen Gottesdienst waren, in dem sehr viel gesungen wurde, machten wir uns auf den Weg zu den Großeltern unserer Austauschschülerinnen. Wir fuhren zwei Stunden mit dem Auto und legten einmal Pause ein, um uns am Straßenrand eine frische Kokosnuss zu kaufen. Als wir in dem Dorf ankamen, wurden wir herzlich von der ganze Familie empfangen und bekamen sofort ein leckeres Mittagessen, das mindestens für die doppelte Anzahl an Personen gereicht hätte. Nach dem Essen erlebten wir den den großen Unterschied zwischen Stadt und Land in Indien. Wir wurden über die gesamte Farm der Großeltern geführt, auf der neben 400 Kokospalmen auch zahlreiche Mango, Bananen, Granatapfel und Zitronenbäume wuchsen. Gegen fünf Uhr führen wir wieder nach Chennai zurück und gingen noch in einem schönen Restaurant essen, wobei wir fast am Tisch einschliefen.
Isabella, Raphaela

Montag, 5. November 2012

Wochenende in den Familien 1

Am Wochenende teilen sich die Betreuer die Arbeit: ein Teil übernimmt den Wachdienst vor Ort für Notfälle, der andere kümmert sich um die Kultur. Da dieses Mal alles in ruhigen Bahnen verlief, gibt es nur einen kurzen Bericht über den Fortbildungsteil. Erkenntnisse über das Leben auf dem Land wechselten mit Besuchen von mehreren Tempelanlagen.


Wie im Traum erschien plötzlich um 7.00 abends aus dem Dunkeln die Fassade eines Palastes.


Frage: Wo waren die kulturbeflissenen Betreuer?

Chinamaya Vidyalaya 02.11.


Alle waren von dem Programm der letzten Tage erschöpft und warteten todmüde im Av-Room der Schule. Manche träumten sogar ruhig vor sich hin, bis wir von einem typisch indischem Schulbus abgeholt wurden.


Mit diesem fuhren wir zur Schule Chinamaya Vidyalaya, einer hinduistischen Schule. Dort wurden wir in einem Raum von der Direktorin begrüßt und eine Gruppe Schüler sang uns zwei traditionelle Stücke vor. Danach zeigte eine Schülerin einen altüberlieferten Tanz, wovon wir ein paar Schritte lernen durften. Drei Mitschülerinnen verließen uns und besuchten die Klassen, wo sie von Schülerinnen und Schülern befragt wurden: "Wie feiert man in Deutschland das Erntedankfest?", ..., "In welchem Alter lernen Jungen in Deutschland Fußball spielen?"

Wir anderen durften Girlanden basteln. Anschließend gab es noch eine kleine Stärkung. Um 14 Uhr gingen dann alle in ihre Familien zurück. Am Abend hatten wir noch ein Interview mit Thorsten, einem Deutschen, der in Chennai lebt.
Rebecca, Lisa

Exkursion nach Mahabalipuram 01.11.


Heute waren wir in Mahabalipuram, eine Stadt ca. eine Stunde entfernt, 80 km südlich von Chennai. Vormittags bewunderten wir erst den Butterball, einen riesigen Fels, der auf einem Hang klebt, ohne herunter zu rollen.


Dann fuhren wir zur ersten von zwei sehr alten Tempelanlagen, welche sehr beeindruckend war, da die einzelnen Tempel und auch die Figuren aus dem anstehenden Stein gehauen wurden (Monolithen).


Am Nachmittag waren wir in Dakshin Chitrah. Wir töpferten selbst und malten Glasbilder.



Anschließend gab es ein Buffet. Nach den Aktivitäten hatten wir die Möglichkeit ein paar Souvenirs einzukaufen, bevor wir mit dem Bus zurück nach Hause fuhren.
Lena, Anja

Zyklon

Leider sind wir erst jetzt in der Lage, an unserem Blog weiter zu schreiben. Der Zyklon hinterließ einige negative Auswirkungen: 1 Toter, mehrere Schiffbrüche, Geschäftsschließungen am frühen Nachmittag (16.00 Uhr), Internetausfall, Straßensperrungen wegen umgestürzter Bäume, Stromausfall mehrmals über mehrere Stunden usw. Im Hotelzimmer hätten brennende Kerzen den Lichtausfall wettmachen können, nicht aber den Temperaturanstieg wegen ausgefallener Klimaanlagen. Nun ist alles überstanden, das Wetter angenehm warm (ca. 32 Grad), blauweißer Himmel, also fast wie in Bayern.
Norbert